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Hallo,

wie manch einer vermutlich schon erkannt hat, sind die Videos vom letzten Enbu in Matsushiro von meinem Blog wie von meinem Youtube-Channel verschwunden.

Das hat den Grund, dass ich am Wochenende, sagen wir – bestimmt und ernergisch – gebeten worden bin, die Videos sofort zu entfernen, da es Seitens der Verantstalter und einigen Teilnehmern zu Beschwerden gekommen ist.

Nun, was ich mir auf die Fahne schreiben kann, und dazu stehe ich, ist die Tatsache, dass ich die Verantstalter nicht gefragt habe, ob ich die Videos online stellen darf. Habe ich in Vergangenheit auch nie gemacht. Meiji Enbu, Kashima, Kyoto, um nur drei Grosse zu nennen. Oeffentliche Vorführung, öffentliches Gut. Schaden? Meiner Meinung nach keiner. Publicity? Perfekt! Fundamentalistische Ansichten bezüglich der Anpreisung der Schule? Nicht mehr zeitgemäss und altbacken.

Ich muss gestehen, früher habe ich es auch nicht gerne gesehen, wenn Dinge über meiner Schule veröffentlicht worden sind, insbesondere dann, wenn es sich um Techniken oder ergänzende Erklärungen zu den höheren Teilen der Schule gehandelt hat. Doch hat sich diese Art der Denkweise verändert.

Es gibt keine Geheimnisse.

Punkt.

Das, was wir als Okuden oder Gokui kennen, das, was früher das Überleben der Schule gesichert hat, also der technische Vorteil gegenüber den anderen Schulen, ist nichts weiter als ein Stadium in der Entwicklung eines jeden Einzelnen, welches bis dato noch nicht erreicht worden ist. In dieses Stadium kommt man nur durch die Kuden, die mündliche Unterweisung. Erst durch diese Anleitungen des Lehrers zum Handeln entwickelt man sich auf ein höheres Niveau. Wenn man ganz oben angekommen ist, spricht man dann noch von Okuden? Oder ist man einfach nur in der Schule voll aufgegangen und hat seinen Körper so gut wie möglich geschult, Schlachten überstanden und ein langes Leben gehabt?

Pseudo-traditionelle Gemeinnistuerei ist für unsere jetzige Zeit nicht mehr tragbar. Koryu sind am sterben. Japaner interessieren sich so gut wie gar nicht für diese Art der Kultur, ja, sie wissen oftmals garnicht, was Koryu überhaupt sind. Die Zeiten, in denen man die technischen Aspekte aus Sicht der Überlegenheit gegenüber anderen Schulen (oder auch aus kommerzieller Sicht) bewahren musste sind vorbei. Kennt man die Kuden nicht, kann man noch soviele Okuden-Techniken gesehen haben, doch hat man die Schule nicht im Geringsten verstanden.

Zeigt man der Welt nicht, was seit Jahrhunderten überliefert worden ist; sorgt man nicht für Nachwuchs und die Weitergabe des Feuers, sind diese Traditionen unweigerlich dem Tode geweiht.

Was wurden Bücher geschrieben über eine Vielzahl von Schulen, Videos publiziert, diverse Organisationen zur Erhaltung und zur Förderung der Kampfkünste begründet und was ist passiert? Es existieren immer noch konservative Ansichten, die sich der Entwicklungen der letzten Jahrzehnte wiedersetzen. Koryu müssen zu einem gewissen Teil mit der Zeit gehen. Dazu gehört auch eine liberale Umgangsweise mit öffentlichen Demonstrationen. Wenn man nicht will, dass etwaige Infos gestreut werden, solle man sich halt eine andere Herangehensweise überlegen.

Man muss sich ja nur einmal den Markt anschauen: Otake-sensei von der Katori Shinto ryu: Mehrere DVDs, Bücher, Dokumentationen. Von der Ono-ha Itto ryu gibt es auch ein Buch mit Titel „Itto ryu Gokui“, Kuroda Tetsuzan publiziert in regelmässigen Abständen im Hiden. BAB, der Nippon Budokan, das Bukokukai in Kyoto: DVDs noch und nöcher. Das Seminar an der Budo-Universitaet in Chiba: Seit über einem Jahrzehnt sind Koryu ständiger Gast.

Und da sag mir noch einmal jemand, Koryu wüden sich nicht präsentieren wollen…

Das Feedback seitens der Betrachter der Videos war jedenfalls eindeutig: Durchweg positive Rueckmeldung und oftmals eine gehörige Portion Erstaunen, dass solch Schulen in Japan noch existieren.

Persönlich werde ich meine Angewohnheiten jetzt jedenfalls nicht ändern. Wenn etwas wert ist gezeigt zu werden, sollte es gezeigt werden. Ich spreche nicht umsonst immer von Kampfkunst.

Das Feuer muss weitergegeben werden – auch wenn dieses heutzutage (im Kleinen) über Youtube und Facebook geschehen mag. Solange man das Training im Dojo nicht vergisst, die Prinzipien verinnerlicht und an die nächste Generation weiter gibt, sollte man ruhig mit der Zeit gehen können.

Was denkt die Leserschaft denn? Meinungen erbeten!

Yours in Budo,

Micha

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Servus Freunde,

am 28.02.2012 endet meine Zeit hier in Tokyo. Ich habe mich entschlossen nach Toyohashi in der Präfektur Aichi zu ziehen. Ich freue mich auf die Zeit und auf die vielen neuen Möglichkeiten die sich mir bieten werden, um mein Studium der klassischen Kampfkünste zu vertiefen. Natürlich werde ich meinem Dojo in Kawasaki die Treue halten: 2-3 mal im Monat versuche ich am Training teilnehmen zu können.

Die Zeit war wirklich schön – wie man hier auf dem Blog wohl auch lesen konnte. Einige Artikel folgen noch, aber dazu später mehr.

Ich freue mich auf die Zeit und das neue Kapitel welches ab März beginnen wird. Ich habe schon einige Pläne im Kopf, darunter natürlich wieder diverse Embu und auch 2-3 Dojo-Besuche. Zudem kommen bald Freunde aus Deutschland – darauf freue ich mich natürlich auch ganz besonders!

Also, bis bald dann!

Yours in Budo,
Micha

     大雨 – Ooame – starker Regen

Es ist kurz nach vier, der Regen prasselt in unbändigen Reihen vom Himmel herab auf das Gelände des Katori-Schreins in der Präfektur Chiba. Es ist schon nahezu dunkel geworden und es liegt eine fast mystische Ruhe über diesem Platz. Nein – eigentlich ist es nicht die Ruhe des Platzes, sondern die meine. Entspannt und mit einem Lächeln – ja, diese Situation hatte wirklich etwas komisches an sich, ging ich in Richtung Hauptschrein: In der einen Hand den Regenschirm, mehr schlecht als recht schützend und in der anderen den hochgezogegenen Hakama – schließlich möchte man nicht voller Matsch in eines der größten Shinto-Heiligtümer Japans eintreten…

Der Wind pfeift, der Regen ist unaufhaltbar vorangeschritten und erste kleine Seen sind erkennbar. Wir sitzen im Schrein und sind Teil einer Shinto-Zeremonie. Im Zuge jeden Gasshukus – also einer Art „Trainingslager“ – findet alljählich auch diese Art der Zeremonie am Katori-Schrein statt. Nur dass es dieses Jahr der Wettergott nicht wirklich gut mit uns meinte. Draußen stürmte und regnete aus Kübeln, die Krähen saßen scheiend auf den Dächern der umliegenden Gebäude und die Blätter der Bäume untermalten dieses kleine Orchester mit lautem Rasseln im Takte der Windböen.

Eigentlich war eine Vorführung zu Ehren der Gottheit vor dem Schrein angedacht. Nur dieses hätte bei dem Wetter nicht wirklich dem Status einer Gottheit entsprochen. Also wurde in kurzer Absprache mit der Organisation das Ganze in ein naheliegendes Gebäude verschoben. Dort, in Ausrichtung auf das Hauptgebäude des Katori-Jingu, wurde nun der Gottheit die seit Jahrhunderten überlieferte Kunst vom Katori-Schrein dargeboten. Es war wirklich ein bemerkendes Gefühl, welches mich in diesem Moment durchströmte. Selten zuvor wurde mein Körper beim Anblick meines Lehrers so durchgerüttel wie jetzt bei der Vorführung. Sein Kiai ging mir bis ins Mark und verweilte dort eine Weile bis meine innere und vermutlich auch äußerlich sichtbare Anspannung nachließ. Es war, als hätte für einen Moment Stille geherrscht, als hätte der Atem der Welt für einen Zug inne gehalten um nur die Gottheit und diesen Herren dort in zweisamer Ruhe darbieten  zu lassen.

Ich selbst durfte mit einem Freund aus Belgien ebenfalls der Gottheit unsere Kunst vorführen. Ich muss gestehen, es war meine erste öffentliche Vorführung in Japan und – persönlich gesehen – eine kleine Ehre. Wahrlich: Diese ganze Situation war mehr als sureal. All das Getöse von draußen drang nach innen und wir stimmten mit lautem, hallenden Kiai in dieses Singsang ein. Und selbst 2,3 Zuschauer verweilten für einen Moment vor dem kleinen Schauspiel und fragten sich vermutlich, was diese Herren dort oben gerade veranstalten. Ja, Kampfkunst – gerade das Koryu Bujutsu – ist in Japan weitesgehend unbekannt. Für manche sind wir einfach nur Samurai-Cosplayer und für andere – na ja, ihr könnt es euch denken…

Der geneigte Leser verzeihe mir bitte die manchmal etwas vielleicht zu bildlich gewählte Darstellung, doch es hat wirklich wie aus Eimern gegossen. Alles in Allem war das Gasshuku wirklich sehr gut. Es wurde gut trainiert – natürlich im Hombu-Dojo und im Beisein von Iizasa-soke sowie natürlich gut gegessen und getrunken. Wie jedes Jahr wurde das Gasshuku mit einem Besuch in einem gut 200 Jahre alten Unagi-Restaurant (Aal) eröffnet. Welch Gaumenschmauß! Der Tisch des abendlichen Banketts wurde reichlich gedeckt und Soke erzählte die ein oder andere Anekdote. Die Stimmung war gut und das Nijikai – also die Veranstaltung nach der eigentlichen Veranstaltung und nebenbei fast noch wichtiger als erstere – ging bis in die Nacht hinein. Es folgte ein kurzer Schlaf, ein gutes japanischen Frühstück und eine kleine Wanderung von 40 Minuten zu Fuß vom Ryokan zum Hombu-Dojo. Vier Ausländer, nur bekleidet in Hakama und Dogi – welch Anblick! Komischerweise waren gerade die Touristen es, die ungläublig dreinblickten. Den Einheimischen war dieses Schauspiel nicht unbekannt…
Es ging weiter mit ein paar Stunden Training – dieses Mal lag der Fokus auf den Langwaffen und dem Iai – und einem anschließendem Essen, wieder im Beisein des Soke und – wenn ich richtig verstanden habe – auch dessen Nachfolger. Dieser hat auf mich einen sehr netten Eindruck gemacht und er wird hoffentlich irgendwann auch wieder unterrichten.
Zu guter Letzt wurde das Dojo gereinigt und wieder verschlossen. Anschließend wurde dem Grab des Begründers noch ein kurzer Besuch abgestattet und die Heimreise konnte angetreten werden.


Für mich war es das zweite Gasshuku, aber das erste mit solch einer hohen Teilnehmerzahl. 13 Teilnehmer, davon 5 Ausländer, sowas hat man wirklich selten. Alle haben fleißig und konzentriert trainiert, auch wenn es den Anschein hatte, dass das Training im Hombu-Dojo in Anwesenheit von Soke gleich noch eine Spur – wie sagt man – intensiver ist. Ich war jedenfalls am Ende des Wochenendes mental und körperlich sehr, sehr müde. Aber es hat sich gelohnt!

Yours in Budo,

Micha


… wollte ich nicht wirklich über persönliche Dinge hier sprechen. Ich wollte informieren: über tolle Koryu und die ein oder andere interessante Sache.

Nun denn. Ich bin jetzt in Japan und dachte mir, die ein oder andere Sache könnte den Leser vielleicht interessieren. Hier also ein grober Überlick über den aktuellen Stand der Dinge und die zukünftigen Planungen:

  • Mein Training läuft wirklich gut. Ich bekomme gut Input und hoffe, die Korrekturen so schnell wie möglich umsetzen zu können. Was mir im Moment nur ein wenig zu schaffen macht ist die aktuelle Wetterlage. Der deutsche Sommer war ja leider nicht wirklich vorhanden – dafür haut der japanische umso mehr rein: Training bei 30 Grad im Dojo, hohe Luftfeuchtigkeit. Habe selten soviel geschwitzt und gleichzeitig soviel getrunken. Aber so wird der Körper wenigstens entgiftet und wieder auf ein praktikables Niveau gebracht.
  • In den nächsten Wochen wird die ein oder andere interessante Veranstaltung geben. Los gehts am nächsten Sonntag mit einem Embu der Tennen Rishin ryu. Meine Videokamera liegt bereit! Es folgen Embu am Kashima und Meiji Jingu, diverse Dojo-Veranstaltungen und vielleicht auch die ein oder andere weitere Reise. Es wird wirklich ein aufregendes Restjahr!
  • Das Semester an meiner Universität steht auch in den Startlöchern – darauf freue ich mich ganz besonders! Zufällig gibt diese auch die Monumenta Nipponica heraus. Vielleicht wird sich auch dort das ein oder andere ergeben…
  • Shoppen, shoppen, shoppen: Die beiden wichtigsten Sachen zuerst: Schwertständer und Bücherregal! Danach werden im regelmäßigen Rythmus die Bücherläden Tokyos geplündert…
  • Eine Reise nach Okinawa ist auch in Planung. Zudem möchte ich für 1-2 Wochen nach Kyushu. Wer meinen Blog ein wenig länger verfolgt, weiß wieso 🙂

Tja, das erstmal so als groben Überlick. Über alles weitere werde ich bestimmt berichten.

Yours in Budo,

Micha

Hallo liebe Leser,

seit gestern heißt meine neue Heimat: Japan. Es ist jetzt das zweite Mal, dass ich für längere Zeit hier leben darf.

Die Reise war unspektakulär, die neuen Eindrücke dafür umso mehr und das Wetter hat mich doch ein wenig aus dem Konzept gebracht. Obwohl es „nur“ 30 Grad sind, hielt sich die Luftfeuchtigkeit in Grenzen und das heutige Training ging auch sehr gut über die Bühne.
In den nächsten Monaten wird hier einiges passieren. Also – stay tuned!

Sobald ich mich ein wenig eingelebt habe, folgt auch noch ein kleiner Bericht zum Seminar mit Stephan Yamamoto vorige Woche in Bremen. Nur kurz und bündig: es hat sich gelohnt! Schimpft es ein Karate-, Aikido-, Koryu-Seminar  – was auch immer. Es war grandios!

Yours in Budo,

Micha

 

… und mit auf den neuen Weg genommen wird.

24 Tage.
So lange werde ich noch in Deutschland verweilen. Japan ruft und ich antworte.

Vier Jahre ist es her, als ich im Juli 2007 zurück nach Deutschland kehrte. Älter, erfahrener, bärtiger sah ich auf meine bisherige Zeit in den Kampfkünsten zurück und blickte nach vorne auf das was noch kommen mochte. Ich eröffnete diesen Blog der, wie mir scheint, regen Zuspruch fand und auch in Zukunft finden möge. Ich lernte neue Freunde kennen und alte schätzen. Beziehungen wurden intensiviert und neue Gewässer erforscht. Es folgten Seminar in der Moto-ha yoshin ryu sowie der Niten Ichi ryu. Diverse Shinto ryu Lehrgänge waren ein Zufluchtspunkt und Brunnen neuer Kraft. Das wöchentliche Training in der Bremer Shinto ryu-Gruppe entwickelte sich prächtig – die Saat keimte und die ersten festen Stämme konnten bewundert werden, auch wenn der ein oder andere vielversprechende seine Wurzeln aufgab und neuen Weges zog. Die Menschen sind im Wandel und so sind es die Kampfkünste auch. Was gestern gut war ist heute nur noch eine Interpretation, eine verschwommene Erinnerung, ein letzter Funke der nach Luft fleht vor dem Erlöschen der Flamme.
Man ist ruhiger geworden, weitsichtiger. Schwarz/Weiß-Denken ist Geschichte. Man besinnt sich auf das was war, ist und noch verborgen scheint. Mit jedem Training, mit jedem Gespräch entdeckte ich neue Seiten an der Kampfkunst, insbesondere an meiner eigenen Schule. Dinge wollen erforscht, verstanden und verinnerlicht werden. Was anfangs nur eine Bewegung war, wird jetzt zu einem Teil seiner Selbst. Die Schule findet so langsam ihren Weg in den Kopf und den Körper.

Nun soll es also bald wieder Richtung Osten gehen. Ich freue mich auf die Zeit und auf die neuen Erfahrungen. Meine Liste mit Dingen die ich unbedingt machen bzw. sehen will ist lang – mit ehrgeizigen Projekten und Ausflügen gespickt. Diverse Enbu (das erste gleich am 2. Oktober), Schreinbesuche, Dojo-Besuche… Die Liste ist lang, aber machbar. Auf das Training freue ich mich ganz besonders. Meine Sensei und Sempai wiedertreffen. Wieder von ihnen lernen dürfen. Vier lange Jahre die mich an diesen Punkt gebracht haben. Jahre von Freude und auch von Leid geprägt.

Am 27. August um 8:55 beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

Dann betrete ich japanischen Boden.

Wieder einmal.

Ich bedanke mich bei allen die mir beigestanden haben, die sich nicht zu schade waren mir auch mal die Meinung zu sagen, mich stärkten und festigten. Euch gebührt mein Dank. Wir sehen uns wieder. Hier. In Japan. In unseren Herzen. Denn der wahre Weg wird nur von Herz zu Herz übertragen….

Yours in Budo,

Micha

26/08/2011

Hamburg – Helsinki – Tokyo

27/08/2011

Narita – Landung – Durchatmen

Zurück…

Hallo,

in letzter Zeit höre ich immer und immer wieder die gleiche Frage:

Und? Gehste jetzt nach Japan?

Man kann dieser Frage eigentlich gar nicht wirklich aus dem Weg gehen. Im Sommer soll man für gut ein Jahr rüber Zwecks Studium und Praktikum und diese Frage verfolgt einen auf Schritt und Tritt.

Tja, gehe ich? Klare Antwort: Ja. Obwohl die Situation nicht die beste ist, glaube ich, dass die japanische Regierung und Energiebetreiber Tepco die Sache regeln werden. Japan hat in seiner Geschichte schon viele Katastrophen überstanden und so wird auch diese überstanden werden. Ganz nach dem Motto: die Situation ist schlecht aber wir geben unser Bestes!
Sollte ich nicht gehen, waren die letzten zwei Jahre Studium für die Katz. Das Auslandsjahr ist integraler Bestandteil meines Studiums und Teil meines Weges. Sollte ich diesen Schritt nicht gehen können, würde mich das ganze in meiner beruflichen Entwicklung stark hemmen und zurückwerfen. Daher hängt an diesem Vorhaben auch sehr viel persönliche Angst, obwohl ich mit meinen Sorgen und Gedanken viel eher bei den Menschen in Japan bin. Das ist nämlich der andere Grund weswegen ich unbedingt zurück nach Japan möchte: Ich fühle mich im gewissen Maße diesen Menschen verpflichtet. Es ist schwer zu beschreiben, aber durch die vergangen Jahre und meine Zeit in Japan bin ich vielen Menschen die dort leben sehr nahe gekommen. Freundschaften entstanden und ich traf so viele interessante Persönlichkeiten von denen ich lernen durfte. Würde man jetzt weg bleiben, würde man diese Freundschaft, diese Beziehung, leichtfertig verspielen.

Yours in Budo,

Micha

"Wäre ich ein Tautropfen, so würde ich auf der Spitze eines Blattes Zuflucht suchen. Aber da ich ein Mensch bin, habe ich keinen Ort auf der ganzen Welt." - Saigo Takamori
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