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Hallo liebe Leser,

seit gestern heißt meine neue Heimat: Japan. Es ist jetzt das zweite Mal, dass ich für längere Zeit hier leben darf.

Die Reise war unspektakulär, die neuen Eindrücke dafür umso mehr und das Wetter hat mich doch ein wenig aus dem Konzept gebracht. Obwohl es „nur“ 30 Grad sind, hielt sich die Luftfeuchtigkeit in Grenzen und das heutige Training ging auch sehr gut über die Bühne.
In den nächsten Monaten wird hier einiges passieren. Also – stay tuned!

Sobald ich mich ein wenig eingelebt habe, folgt auch noch ein kleiner Bericht zum Seminar mit Stephan Yamamoto vorige Woche in Bremen. Nur kurz und bündig: es hat sich gelohnt! Schimpft es ein Karate-, Aikido-, Koryu-Seminar  – was auch immer. Es war grandios!

Yours in Budo,

Micha

 

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… und mit auf den neuen Weg genommen wird.

24 Tage.
So lange werde ich noch in Deutschland verweilen. Japan ruft und ich antworte.

Vier Jahre ist es her, als ich im Juli 2007 zurück nach Deutschland kehrte. Älter, erfahrener, bärtiger sah ich auf meine bisherige Zeit in den Kampfkünsten zurück und blickte nach vorne auf das was noch kommen mochte. Ich eröffnete diesen Blog der, wie mir scheint, regen Zuspruch fand und auch in Zukunft finden möge. Ich lernte neue Freunde kennen und alte schätzen. Beziehungen wurden intensiviert und neue Gewässer erforscht. Es folgten Seminar in der Moto-ha yoshin ryu sowie der Niten Ichi ryu. Diverse Shinto ryu Lehrgänge waren ein Zufluchtspunkt und Brunnen neuer Kraft. Das wöchentliche Training in der Bremer Shinto ryu-Gruppe entwickelte sich prächtig – die Saat keimte und die ersten festen Stämme konnten bewundert werden, auch wenn der ein oder andere vielversprechende seine Wurzeln aufgab und neuen Weges zog. Die Menschen sind im Wandel und so sind es die Kampfkünste auch. Was gestern gut war ist heute nur noch eine Interpretation, eine verschwommene Erinnerung, ein letzter Funke der nach Luft fleht vor dem Erlöschen der Flamme.
Man ist ruhiger geworden, weitsichtiger. Schwarz/Weiß-Denken ist Geschichte. Man besinnt sich auf das was war, ist und noch verborgen scheint. Mit jedem Training, mit jedem Gespräch entdeckte ich neue Seiten an der Kampfkunst, insbesondere an meiner eigenen Schule. Dinge wollen erforscht, verstanden und verinnerlicht werden. Was anfangs nur eine Bewegung war, wird jetzt zu einem Teil seiner Selbst. Die Schule findet so langsam ihren Weg in den Kopf und den Körper.

Nun soll es also bald wieder Richtung Osten gehen. Ich freue mich auf die Zeit und auf die neuen Erfahrungen. Meine Liste mit Dingen die ich unbedingt machen bzw. sehen will ist lang – mit ehrgeizigen Projekten und Ausflügen gespickt. Diverse Enbu (das erste gleich am 2. Oktober), Schreinbesuche, Dojo-Besuche… Die Liste ist lang, aber machbar. Auf das Training freue ich mich ganz besonders. Meine Sensei und Sempai wiedertreffen. Wieder von ihnen lernen dürfen. Vier lange Jahre die mich an diesen Punkt gebracht haben. Jahre von Freude und auch von Leid geprägt.

Am 27. August um 8:55 beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

Dann betrete ich japanischen Boden.

Wieder einmal.

Ich bedanke mich bei allen die mir beigestanden haben, die sich nicht zu schade waren mir auch mal die Meinung zu sagen, mich stärkten und festigten. Euch gebührt mein Dank. Wir sehen uns wieder. Hier. In Japan. In unseren Herzen. Denn der wahre Weg wird nur von Herz zu Herz übertragen….

Yours in Budo,

Micha

"Wäre ich ein Tautropfen, so würde ich auf der Spitze eines Blattes Zuflucht suchen. Aber da ich ein Mensch bin, habe ich keinen Ort auf der ganzen Welt." - Saigo Takamori
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