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Nehmen wir einmal an, es findet irgendwo auf dieser Welt ein Seminar mit einem japanischen Lehrer statt. Nun besucht ein Individuum dieses Seminar und bietet dem Lehrer eine stattliche Summe Geld im sechsstelligen Euro-Bereich und fragt anschließend was er dafür bekommen könnte. Und der Lehrer antwortet: eine menkyo Lizens.

Anderes Beispiel: nehmen wir an, ein Lehrer möchte seine Tochter als zukünftiges Stiloberhaupt und obersten Lehrer sehen und entschließt sich alle anderen hohen Schüler/Sempai/Lehrer aus dem Dojo zu schmeißen, nur um eventuellen Konflikten, die sich aus der Situation entwickeln könnten, entgegen zu wirken.

Ein drittes Beispiel: nehmen wir an, es findet irgendwo auf dieser Welt ein Seminar mit einer tollen Gruppe von Leuten statt,  die fleißig und mit der richtigen Einstellung Budô praktizieren. Man entschließt sich, nach dem Lehrgang noch ein wenig sich auszutauschen und  seinen Horizont zu erweitern. Nichts Besonderes, könnte man meinen. Nun kommt aber ein Mitglied einer anderen Gruppe, die eine Stunde nach Ende des Lehrgang das Dojo für sich beantsprucht, und meint, es müsse die Atmosphäre im Dojo durch negative Aussagen und Angriffe verbaler Art und Weise stören. Der Fluß des guten Budô wurde also gestört. Als dann noch später heftige Diskussionen zwischen einigen Lehrgangsteilnehmern und dem Mitglied der anderen Gruppe auftraten, war der Karren ganz in den Dreck gezogen.

Was sollen uns diese Beispiele sagen?

Zu Beispiel Nr. 1 : Lizenzen darf man sich nicht erkaufen. Man muss hart dafür trainieren um irgendwann die Würdigung durch den Lehrer in Form von Lizenzen zu erhalten. Derjenige mit dem Batzen Geld hat nie zuvor die Schule praktiziert für die er nun die Lizenz bekommen hatte…

Beispiel Nr.2 : Familiäre Bindungen hin oder her: wenn der gewollte Nachfolger, in diesem Fall die junge Frau, kein gutes Budô macht, sprich Technik und Prinzipien nicht versteht, darf sie nicht als derjenige fungieren der die Schule in die nächste Generation bringt. Wie sagte ein Freund von mir: die Schule wird sterben. Und er ist Mitglieder dieser Schule…

Beispiel Nr. 3: Auch wenn ein Lehrgang um Punkt 13:00 Uhr laut Ausschreibung zu Ende sein sollte, verjagt man seine Gäste nicht im nächsten Moment von der Matte. Ohne Gruß und Höflichkeit auf die Matte gestürmt zu kommen und den Platz für sich zu beantspruchen geht auch nicht. Dann noch die Lehrgangsteilnehmer, als Krönung, des Diebstahls zu bezichten geht erst recht auf keine Kuhhaut.

Wenn man einen Lehrgang gibt, geht auch nach der eigentlichen Unterrichtsstunde die Entwicklung jedes einzelnen weiter. Gespräche werden weiter geführt, Techniken nochmals im Detail erläutert oder einfach nur die gute Stimmung genossen. Anfeindungen von außen haben nichts auf der Matte zu suchen. Die Matte sollte unpolitisch und frei von äußeren Einflüssen sein.

Leider kommt es immer häufiger zu solchen Entgleisungen diverser Individuuen, die nicht verstehen, worum es wirklich in den Kampfkünsten geht.

Schade drum.

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Das folgende Video wurde auf http://www.budoseek.net gepostet und zeigt, dass nicht alles Gold (gutes Koryu ) ist, was glänzt, auch wenn es direkt aus dem Herkunftsland stammt.

Wer das Kommentar von Toby Threadgill lesen möchte, sei auf diesen Link verwiesen:

http://www.budoseek.net/vbulletin/showthread.php?t=23485&page=4

Erschreckend, wirklich erschreckend. Man kann von Glück sagen das nichts „Schlimmes“ passiert ist. Nun ja, schlimm genug das ein scheinbar unerfahrener Ausübender an das Tameshigiri herangelassen worden ist.

"Wäre ich ein Tautropfen, so würde ich auf der Spitze eines Blattes Zuflucht suchen. Aber da ich ein Mensch bin, habe ich keinen Ort auf der ganzen Welt." - Saigo Takamori
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