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Hallo,

zur Golden Week im Mai wird Kyoto immer zu einem Wallfahrtsort für gute Kampfkunst und noch mehr gute Kultur. Nicht nur findet im Budokan ein sehr großes Taikai statt – nein – auch an diversen anderen Plätzen gibt es absolut sehenswerte Vorführungen. Eine dieser Vorführungen findet am Shimogamo Schrein statt. Anbei die wirklich sehr tollen Videos!

Ono-ha  Itto ryu

Sosuishitsu ryu

Tennen Rishin ryu

Saburi ryu & Shinnuki ryu

Tendo ryu

Jikishinkage ryu

Yagyu Shinkage ryu

Yours in Budo,

Micha

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Hallo,

am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: Der zweite Moto-ha yôshin ryû Lehrgang in Bremen hat stattgefunden. Tim Weigel, chuden no maki und 4. Dan aus Itzehoe kam mit vier seiner Schüler nach Bremen um einen kleinen Einblick in das Curriculum der Schule zu geben. Die 12 Teilnehmer kamen größtenteils aus den Reihen des Aikido-Zen-Dojo, welches auch Ausrichter war, sowie von befreundeten Dojo, überwiegend aber alle Mitglieder der Tenshin Shôden Katori Shintô ryû.

Der Lehrgang unterteilte sich in den Hauptteil Moto-ha yôshin ryû wie auch eine Einführung in das Iaijutsu der Kanshin ryû. Letztere wurde erst das zweite Mal in Deutschland gezeigt.

Das Samstagstraining begann um 10:00 Uhr. Nach einem kurzem Aufwärmprogramm und einer Einführung in die Fallschule ging es an die ersten Techniken der Moto-ha yôshin ryû. Geübt wurden verschiedene Techniken (Waza) und Abwandlungen (Henka) der ersten beiden Kata. Im Zuge des Tages wurde das Gebiet der waffenlosen Techniken auch verlassen und man konnte einen Einblick in den Kampf mit dem Tanto und dem Hanbo bekommen. Die erste Einheit endete um 14:00 Uhr. Nach einer kleinen Stärkung ging es um 16:00 Uhr weiter.

Dieses Mal stand der Bo sowie das Schwert im Vordergrund. Die Bojutsu-Kata waren sehr dynamisch, direkt und kompromisslos. So wie es sich gehört. Ein weiterer Teil der Einheit bestand dann im Üben zweier Kata der Kanshin ryû. Tim Weigel ist einer der wenigen nicht-japanischen Schüler der Kanshin ryû. Die Techniken sind auf den erste Blick sehr ungewöhnlich. Auf den zweiten aber sehr realitätsbezogen und anwendbar. Faustschläge gehören ebenso dazu wie Schläge mit dem ungezogenen Schwert auf des Gegners Hände um diesen zu kontrollieren. Obwohl auch einige Anfänger im Iai anwesend waren, hatten alle viel Spaß an den knackigen Techniken der Kanshin ryû.

Um 19:00 Uhr endete die zweite Einheit und der Abend wurde gemütlich in einem Restaurant nicht weit ab vom Dojo verabschiedet.

Am Sonntag begann das Training wieder um 10:00 Uhr. Diese Einheit sollte dann bis 13:00 Uhr gehen. Die Übungen vom Vortrag wurden wiederholt und es wurden wieder Kata der Kanshin ryû geübt. Als Abschluss gab es dann noch eine schöne Hojojutsu-Technik (Fesselungskunst).

Alles in allem war es ein wirklich schönes Seminar. Jeder hatte viel Spaß und war mit Fleiß und der richtigen Einstellung bei der Sache. Die Stimmung war durchweg super und das Feedback am Sonntag tat ihr übriges. Ich hoffe, dass Tim Weigel und seine Schüler uns auch in Zukunft besuchen werden. Selten hat man die Gelegenheit mit solch netten Leuten unter so einem guten Lehrer zu üben. Vielen Dank!




Hallo,

was macht man, wenn es draußen kalt und stürmisch ist? Bei -14 Grad und nicht den leisesten Wunsch auch nur einen Meter nach draußen gehen zu wollen? Genau! Man schließt sich daheim ein und schaut gute DVDs. Eine meiner wirklichen lieblings DVDs ist Deux ou trois choses que je sais du Budô oder auf Englisch: Two or three things I know about Budô. Die DVD ist ein – ja, wie soll man sagen, eine Art Rückblick auf das Leben von Pascal Krieger, einem Pionier für Shintô Musô ryû Jôdô in Europa. Nein, eigentlich ist es eine Budô-Dokumentation über Jôdô. Oder vielleicht doch eher ein philosophisches Werk über den Wert von Budô in der heutigen Zeit? Oder eine DVD über Kalligraphie und Budô? Oder anders ausgedrückt: ein absolutes Goldstück unter den DVDs die ich besitze und mit schlappen 13 Euro (!!!) im Preis meiner Meinung nach viel zu günstig. Solch Qualität findet man selten. Für diese DVD hätte man auch getrost das Doppelte verlangen können.

Pascal Krieger, 1945 geboren, hat sich in den späten 60ern nach Japan aufgemacht, vornehmlich mit dem Ziel, Judô im Kodokan zu lernen. Dort lernte er den allseits bekannten Donn F. Draeger kennen, der ihm im Jahre 1969 Shimizu Takaji und Kuroda Ichitaro vorstellte, zwei wirklich außerordentliche Persönlichkeiten in Sachen Jôdô, Iaidô und Shodô. Obwohl Krieger anfangs nur Augen für sein Judô-Keiko hatte, wurde er Schüler von diesen beiden Männern. Draeger-sensei wurde sein Freund und Sempai welches man wirklich spürt beim Anschauen der DVD. Krieger ist ihm sichtlich dankbar, dass er ihn diesen hervorragenden Männern vorgestellt hatte. Während der Jahre arbeitete Krieger als Sprachlehrer und später an der Publikation diverser Budo-Magazine, darunter Judô Illustrated und Martial Arts International. Im Jahre 1971 kehrt er auf Grund schwerer Krankheit seines Vaters nach Genf zurück. Dort zeigt er erstmals Jôdô und Iaidô einigen seiner früheren Trainingskollegen des Shung Dô Kwan. Ende 1972 geht er auf Bitten Draegers nach Honk Kong um mit Quintin T. Chambers-sensei am Magazin Martial Arts International mitzuwirken. Kurz darauf  kehrt er zurück nach Japan um das Studium des Judô, Jôdô, Iaidô und Shodô für weitere vier Jahre aufzunehmen. 1976 kehrt er zurück in die Schweiz und gründet drei Jahre später die European Jôdô Federation. Während all seiner Jahre in der Schweiz hat er sehr enge Beziehungen zu seinen Lehrern aufrecht erhalten. Zwischen 1979 und 1997 kehrt er insgesamt 6 mal nach Japan zurück. In 1985 beendet er seine Ausbildung in der Shintô Musô ryû . Seinen 10. Dan Shodô bekommt er von Kuroda-sensei im Jahre 1996. Den Titel des Shihan bekommt er im Dezember 2005. 1998 bekommt er von Nishioka-sensei die Menkyo Kaiden Lizenz im Shintô Musô ryû. Er ist damit zehnter und letzter Menkyo Kaiden von Nishioka-sensei.

Die Shintô Musô ryû geht auf Musô Gonnosuke zurück und wurde um das Jahr 1605 begründet. Musô Gonnosuke studierte Tenshin Shôden Katori Shintô ryû und wurde ebenfalls bekannt durch sein Duell mit Miyamoto Musashi, dem Begründer der Niten Ichi ryū. Manche Quellen behaupten, dass sowohl Musashi als auch Gonnosuke Schüler der TSKSR waren und es am Katori Jingû, dem Shinto-Heiligtum in der heutigen Präfektur Chiba, zum Duell beider gekommen sei.

Die Shintô Musô ryû ist in erster Linie bekannt für ihr Jôjutsu, dem Kampf mit dem 128cm langen Holzstock. Im Laufe der Jahrhunderte wurden der Shintô Musô ryû aber weitere Schulen und deren Waffengattungen hinzugefügt (fuzoku ryuha). Dazu zählen die folgenden:

Isshin ryū Kusarigamajutsu (Kampf mit der Kettensichel)
Ikkaku ryū Juttejutsu (Kampf mit dem Klingenfänger)
Shintō ryū Kenjutsu (Schwertfechten)
Uchida ryū Tanjōjutsu (Gehstock-Techniken)
Ittatsu ryū Hojōjutsu (Fesselungstechniken)

Diese Schulen werden dem Schüler aber erst im Laufe seiner Entwicklung und einem gewissen Grad an Fortschritt im Umgang mit dem Jô gezeigt.

(Quelle: http://koryugermany.wordpress.com/)

Wer Interesse an Shintô Musô ryû und Jôdô hat, dem sei das Buch „The Way of the Stick“ von Pascal Krieger ans Herz gelegt. Dieses Buch ist leider seit einigen Jahren out of print, wurde aber nun über die Seite der European Jodo Federation als E-Book veröffentlicht. Es ist ein wirkliches Prachtstück und gibt einen guten Einblick in die Schule und ihre Techniken. Das es dann noch quasi kostenlos veröffentlicht wurde ist eine wahrliche Wohltat! So etwas darf man sich unter keinen Umständen entgehen lassen!

Bezogen über: European Jodo Federation (ganz nach unten scrollen)

Deux ou trois choses que je sais du Budo

Two or three things I know about Budo

Pascal Krieger

Länge: ca. 60min

Sprachen: Französisch und Englisch

Kostenpunk: 13 Euro

Bezogen über: Zanshin.fr


Quelle für den Artikel: European Jodo Federation

Yours in Budo,

Micha


Hallo,

am letzten Wochenende war es endlich soweit: das lang geplante Seminar der Niten Ichi ryu 二天一流 sollte endlich stattfinden. Chris de Jongh aus den Niederlanden hat uns im Aikido-Zen-Dojo Bremen besucht und eine Einführung in das Curriculum der Schule gegeben. Geübt wurden am Samstag Techniken des Itto-Seiho (Langschwert gegen Langschwert) und am Sonntag Techniken des Kodachi-Seiho (Kurzschwert gegen Langschwert). Wir waren ingesamt 14 Teilnehmer + Chris de Jongh und sein Ukedachi. Sowohl Mitglieder des Aikido-Zen wie auch Mitglieder anderer Dojo fanden den Weg zu uns. Die längste Anreise hatte ein Schüler des Kobukan-Dojo aus Bonn.

Das Besondere der Niten Ichi ryu (im Vergleich zur Katori Shinto ryu bspw.) sind ihre sehr kurzen und direkten Techniken. Alles schien sehr natürlich, von der Fußstellung, der Hüftposition, wie auch dem Anheben des Schwertes zum Schlag und dessen Ausführung. Die mentale Komponente hat ebenfalls eine große Rolle gespielt: man stand sich gegenüber, ging aufeinander zu und batz! – alles war vorbei. Man ging zurück in die Ausgangsposition, atmete durch und began wieder von vorne. Keine Schnörkel, keine blumigen Bewegungen. Ausweichen, in den Raum des Gegners eintreten, Kontakt suchen, schneiden, stoßen, halten, stechen, brechen.

殺す ー 壊す

töten und zerstören

Niten Ichi ryu ist ein Vollkontakt-Stil. Und das merkt man auch. Blink blink zwinker zwinker. Oftmals geschah es, dass man unweigerlich blinzeln musste. Der laute Ton des Aufeinandertreffen der Schwerter, dieses hohe klack!, hat kein einziges Mal seine Wirkung verloren. Gerade bei einer Kata die fast selbstmörderischen Einsatz verlangt hat, war es nahezu unmöglich, Ruhe und Entspannung zu bewahren. Klack – entweder er oder ich – direkt, erbarmungslos, eindeutig.

Wer sich einen Überblick über die Techniken verschaffen möchte, dem sei das folgende Video ans Herz gelegt. Aufgenommen beim diesjährigen Embu der Nihon Kobudo Kyokai im Tokyo Budokan.

Ab der zweiten Minute: Ukedachi nimmt sein Schwert hoch, bedrohlich, fordernd, drückend. Shidachi reagiert und nimmt sein Schwert vor den eigenen Körper. Locker, entspannt, abwartend. Beide bewegen sich aufeinander zu, Ukedachi schneidet und – klack! – da war es wieder.

Aisen! – Aisen!

Sonntag, kurz vor 15 Uhr: man steht sich gegenüber, die Schwerter gekreuzt. Man senkt sich nieder, die Schwerter werden zurück an die Seite genommen. Man steht auf, geht zurück zum Anfang. Verbeugung. Das Seminar ist rum. Abschließendes Reishiki, danach noch ein Gruppenfoto. Man kann die Erleichterung in den Gesichtern der Teilnehmer sehen. Diese Anspannung des Wochenendes ist weg. Verschwunden. Ausgeatmet. Man sieht aber auch ihre Zufriedenheit, ihre Dankbarkeit.

Danke.

Als Mitorganisator bedanke ich mich ganz herzlich bei Chris de Jongh und Siewert Baar aus den Niederlanden für ihr Kommen. Es war wirklich sehr interessant, ein weiteres Mal Gelegenheit gehabt zu haben, in diese wunderschöne Schule hinein schnuppern zu dürfen. Ich hoffe, dass man sich irgendwann wiedersehen wird. Vielleicht hier in Bremen, vielleicht in den Niederlanden, vielleicht in Japan. Um es mit den Worten des Gründers zu sagen:

Es gibt viele Wege – den der Erlösung in Buddhas Lehre,

den Weg des Lernens bei Konfuzius, den Weg des Arztes, Krankheiten

zu heilen, den des Dichters, das Verseschmieden zu lehren.

Teetrinken und Bogenschießen haben ihren Weg.

Jeder kann sich in dem üben, was seinem Talent entspricht.

Doch nur wenige erfreuen sich am Weg der Kampfkunst.

Ich bin froh, dass solche Menschen ebenfalls auf diesem Weg wandern.

Yours in Budo,

Micha

 

Hallo,

manchen ist vielleicht die Jikishinkage ryu 直心影流 ein Begriff. Die Schule verwendet u.a. eine sehr – nun – ausgefallene Technik:

Auf Youtube bin ich kürzlich über einige wirklich nette Videos gestoßen. Darunter findet sich auch ein Video, in dem Freikampf zwischen zwei Protagonisten gezeigt wird. Sehr sehenswert wie ich finde! Viel Spaß dabei!

Shinai Keiko

Hojo Kata

To no Kata

Kodachi Kata

Yours in Budo,

Micha

Ich habe ein Problem.

Ein meiner Meinung nach sehr, wie soll ich sagen, ermüdendes Problem.

Genauer gesagt geht es um meine Hand. Was mir früher in der Schule nur nach langen Schreibarbeiten aufgefallen ist, fällt mir jetzt insbesondere dann auf, wenn es darum geht, Kanji 漢字(chinesische Schriftzeichen) zu schreiben. Meine Hand wird sehr schnell müde, mein Griff ist viel zu fest und meine Striche gehen nicht so von der Hand, wie ich es mir wünschen würde. Alles in allem bin ich sehr unzufrieden mit meinem Schreibstil. Nur wenn ich mich konzentriere und darauf achte, meine Hand ja locker zu lassen, dann fühle ich ein gutes Schreibgefühl. Leider hält dieses nicht sehr lange und schon nach einigen weiteren Schriftzeichen verfalle ich wieder in alte, schlechte Gewohnheiten.

Wenn man sich die Kampfkünste anschaut, kann man erkennen, dass die beste Technik die ist, die unbewusst und ganz natürlich geschieht, aus dem Innersten heraus und mit solch einer Wirkung, dass einem Gegenüber sprichwörtlich die Schuhe ausgezogen werden. Doch um in dieses Stadium zu kommen, also die Meisterung der Technik und ihre daraus resultierende Verinnerlichung im Körper (und im Geiste), ist es von Nöten, eine gewisse Grundschule zu absolvieren (in den jap. Kampfkünsten die sogenannte Kihon 基本). Erst auf Basis einer guten Grundschule kann man die wirkliche Essenz der jeweiligen Schule, der jeweiligen Technik, verinnerlichen. Natürlich müssen noch andere Faktoren bedacht werden, darunter die innere Einstellung oder die der Schule zugehörende Atmung.

Ein anderer wichtiger Punkt in diesem Spektrum ist das Prinzip der Lockerheit. Lockerheit kann nur dann existieren, wenn keine Kraft im Spiel ist, genauer gesagt unnatürliche Kraft, die aus der reinen Anspannung von Muskeln resultiert, wo hingegen die natürliche Kraft, welche aus der reinen Körperstatik und Dynamik (also im Endeffekt das bewusste Wahrnehmen des eigenen Körpers) resultiert, dem Prinzip der Lockerheit sehr dienlich ist. Nur wer locker ist, kann sich effektiv und damit körperlich gesund bewegen. Künstliche Kraft muss erst verschwinden, damit natürliche Kraft an ihren Platz treten kann. Wer steif vor Anspannung ist, kann sich nicht bewegen. Wer sich nicht bewegen kann, stirbt.

Man sagt, dass Shodō (書道, wörtlich: Weg des Schreibens) für nicht gerade wenige Krieger (und in neuerer Zeit Kampfkunstübende) eine wichtige Nebentätigkeit (oder Hobby) darstellte/darstellt.
Als ich einmal das Vergnügen hatte, eine Einführung in die Kalligraphie zu bekommen, war es wie im Kindergarten: ein Gekritzel vor dem Herren, ohne Schönheit und Ästhetik. Sieht man hingegen erfahrene Lehrer und Schüler, so erkennt man, dass sie sehr locker und entspannt ihren Pinsel halten und doch bestimmt und energisch die gewünschten Linien zu Papier bringen können.

Einer meiner Sempai in Japan hat mir geraten, dass ich versuchen sollte, den oberen Muskel zwischen Daumen und Zeigefinger locker zu lassen. Sollte meine kleine Google-Recherche mich nicht getäuscht haben, wäre das der M. adduktor pollicis – Zuzieher des Daumens (Ärzte mögen mich jetzt bitte korregieren, sollte es doch der falsche Muskel sein). Ich versuche mir seit Jahren diese Spannung abzutrainieren. Immer häufiger klappt es (dank dem kleinen Finger als wirklich Leistungsträger der Schwerthand), doch manchmal breche ich leider zu alten Fehlern durch.

Nun, wenn ich mein Geschreibsel und meine Schwertführung anschaue, erkenne ich, dass bei beidem (beim Schreiben mehr, beim Schwert weniger), mein Zuzieher des Daumens sehr angespannt ist. Müsste es also nicht möglich sein, sowohl durch das Studium des Pinsels, wie auch das des Schwertes, beides meistern zu können? Sind Pinsel und Schwert nicht einfach austauschbar (im Sinne der Einstellung diesem Gegenstand gegenüber)? Erkennt jemand, der nur den Pinsel schwingt, nicht auch die wahre Natur des Schwertes? Ob man nun locker (aber bestimmt) das Schwert führt oder den Pinsel, ist dann ja trivial. Beides existiert in dem Moment nicht. Ob Schwert, Pinsel, Naginata, Bo oder sogar ganz waffenlos: ein Prinzip, unendlich viele Anwendungsmöglichkeiten.

手の内 – Tenouchi

Hallo,

hier mal ein paar Videos von einer Vorführung. Gezeigt wird Tenshin Shoden Katori Shinto ryu aus dem Sugino-Dojo. Mit dabei: Ryoto-jutsu (Zwei-Schwerter) und Kodachi-jutsu (Kurzschwerttechniken)

Viel Spaß!

Yours in Budo,

Micha

Hallo,

hier mal wirklich zwei spezielle Videos, featuring Ellis Amdur. Eigentlich sollten hier noch zwei Videos von Toby Threadgill folgen, nur leider wurden diese auf YT privat gesetzt. Schade drum.

Yours in Budo,

Micha

Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu Budo Kyohan

Kikue Ito und Yoshio Sugino

Die Kampfkunst-Lehrmethode des Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu

Hallo,

nach vielen Jahren der Arbeit hat mein Lehrer Ulf Rott, zusammen mit seiner Frau Izumi Mikami-Rott, das obige Buch veröffentlicht.

Dieses Buch ist im Original von Sugino Yoshio-sensei im Jahre 1941 veröffentlicht worden und war das erste Buch über die Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu.

Klappentext des Buches:

Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu ist eine der ältesten Kampfkünste Japans. Das erste, im Jahre 1941, in Japan veröffentlichte Buch über diesen seit fast 600 Jahren überlieferten Stil liegt hiermit nun als Übersetzung vor.
Aus dem vielfältigen Curriculum des Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu werden die Basistechniken und Kata mit dem Schwert (Iai-jutsu, Ken-jutsu), Bo (Bo-jutsu) und der Naginata (Naginata-jutsu) ausführlich in Text und Bild dargestellt.
Darüberhinaus informiert es über die Bedeutung und das Ziel von Budo, Budo-Trainingsmethoden, wichtige Grundlagen von Budo (Kamae, Ma-ai, Metsuke, Zanshin, Mu-nen-muso, etc) sowie über die Entstehung und die Geschichte des von Iizasa Choisai Ienao sensei (1387 – 1488) gegründeten Stiles.
Das TENSHIN SHODEN KATORI SHINTO RYU BUDO KYOHAN wird in der deutschen Ausgabe mit der Übersetzung von Izumi Mikami-Rott und Ulf Rott um weitere historische und biografische Texte von Yoshio Sugino sensei, eine Einführung in die Übersetzung, ein Grußwort sowie Anmerkungen, Worterklärungen und aktuelle Fotos ergänzt. Der 20. Soke des Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu Yasusada Iizasa sensei und Yukihiro Sugino sensei waren so freundlich jeweils Vorworte beizusteuern. Damit ist dieses Werk sowohl Geschichtsbuch, Trainingshilfe als auch historisches Dokument. Es ist als ein Wegweiser für die Trainierenden gedacht, um das ernsthafte Kobudo wieder aufblühen zu lassen.
Zitat:
„Der Inhalt dieses Buches drückt den Geist des Budo; gut aus, mit genauen Erklärungen zu allen Techniken und vielen Bildern ist es leicht zu verstehen und für diejenigen, die sich dem Studium von Budo; widmen, unentbehrlich; weshalb ich es einer breiten Öffentlichkeit empfehle.“ Sawada Soju, Oberpriester Katori-Jingu am 22.09.1941.

Ich empfehle dieses Buch jedem, der an der Geschichte der Kampfkünste interessiert ist und sich einen Einblick verschaffen möchte über die damalige Zeit und das Studium des Budo.

Ich kann es kaum erwarten, mein Exemplar in die Hand zu nehmen…

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Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu Budo Kyohan

Die Kampfkunst-Lehrmethode des Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu

von Kikue Ito und Yoshio Sugino

Herausgeber: Izumi Mikami-Rott und Ulf Rott

ISBN: 978-3-8423-0682-0, Hardcover, 264 Seiten

Erhältlich bei: Books on Demand

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Yours in Budo,

Micha

Hontai Yoshin ryu

Yours in Budo,

Micha

"Wäre ich ein Tautropfen, so würde ich auf der Spitze eines Blattes Zuflucht suchen. Aber da ich ein Mensch bin, habe ich keinen Ort auf der ganzen Welt." - Saigo Takamori
September 2017
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