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Hallo,

am letzten Freitag zog es mich mal wieder ein wenig durch die Lande, genauer gesagt nach Tottori (mit einem kurzem Abstecher nach Matsue in Shimane) sowie nach Okayama. In Yonago in der Präfektur Tottori wollte ich den Lehrer eins Freundes aus Deutschland besuchen.

Yasumoto-sensei ist Soke der Moto-ha Yoshin ryu und Lehrer von Tim Weigel, Vertreter der Schule in Deutschland. Im Vorfeld hatte ich Sensei um Erlaubnis gebeten, an seinem Training teilnehmen zu dürfen, um meine in Deutschland erworbenen Kenntnisse in Sachen Jujutsu ein wenig aufzufrischen. So kam es dann auch und Sensei begrüsste mich und meine Freundin (die mit gekommen war) am Freitag Abend am Bahnhof in Yonago. Eine Trainingseinheit war für den nächsten Morgen angesetzt. Einige Schüler fanden sich ein, darunter auch ein weiterer Ausländer der seit einiger Zeit in Yonago lebt und bei Sensei ebenfalls unterricht nimmt. Geübt wurden die Grundtechniken der Schule und mein Partner und ich hatten über das gesamte Training einen regen Austausch und ich bin ihm sehr dankbar, dass er sich so die Zeit genommen hatte. Im Laufe des Trainings sind wir auf das Thema gekommen, welche anderen Schulen es hier noch in der Umgebung so gibt. Ich wusste, dass neben der Seia ryu auch die Kanshin ryu hier zu finden war und daher war ich umso erstaunter, als er meinte, dass er ebenfalls der Kanshin ryu angehören würde und ich am Abend gerne mit nach Matsue (in der Präfektur Shimane) zum Training mitkommen könnte.

Gesagt, getan.

Nach einem kurzen Besuch bei Sensei daheim ging es mit vier Leuten Richtung Shimane. Ich dachte eigentlich, dass ich zugucken solle, doch wurde dieses gleich bei unserer Ankunft in ein Mitmachen umgewandelt. Herr Mishima, mein Partner vom Vormittag, hatte also sein zweites Iaito eingepackt und mit Kato-sensei, einem der Shihan der Schule, alles weitere geregelt. So durfte ich mich an den Toho-Kata sowie an den Techniken der Omote-Stufe probieren. Es war wirklich toll, mal wieder etwas mehr in Sachen Iai machen zu dürfen. Obwohl meine eigene Schule tolle Sets hat, fehlt mir dieser spezielle Aspekt des Schwertkampfes doch schon ein wenig. Die Techniken der Kanshin ryu waren sehr interessanter Natur: Wurftechniken, Schläge, kein Gebrauch des Sageo – alles in allem sehr schöne und ungewöhnliche Ausführungen. Hat mir sehr imponiert das Ganze. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Plausch und die Einladung, dass wenn ich mal wieder in der Gegend sei, gerne wieder beim Training vorbeischauen dürfte. Alle waren sehr nett und zuvorkommend und das Tollste: Zwei Jugendliche (14 Jahre und 12 Jahre) waren ebenfalls fleissig am trainieren. Ein Tag ganz im Sinne des Budo – so mag ich das.

Am Sonntag ging es dann weiter nach Okayama. Ich mag die Gegend sehr: nah am Wasser, gute Anbindung in alle Himmelsrichtungen, interessante Koryu und Bizen Osafune mitten drin. Dorthin ging es dann auch am Montag: Besuch im Schwertmuseum sowie bei der Schmiede von Ueta-sensei, dem ich vor ungefähr 6 Jahren mal über die Schulter schauen durfte.

Die Ausstellung im Museum war wirklich gut besucht. Thema: Evangelion, ein überaus bekannter Anime und die dazugehörigen Klingenwaffen. Eben jene wurden auf Basis des Anime und diversen Zeichnungen von einigen Schmieden angefertigt und nun ausgestellt. Dabei waren wirklich einige nette Stücke wie man auf den folgenden Bildern sehen kann.

Alles in Allem war dieser Kurztrip sehr schön und sehr erholend, auch wenn das Wetter mit 33 Grad (Hallo Deutschland!) nicht gerade zu Wandertouren einlud.

Mal schauen, wo es als nächstes hingeht..

Yours in Budo,

Micha

"Wäre ich ein Tautropfen, so würde ich auf der Spitze eines Blattes Zuflucht suchen. Aber da ich ein Mensch bin, habe ich keinen Ort auf der ganzen Welt." - Saigo Takamori
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