Hallo,

heute war ein wirklich besonderer Tag im Sugino-Dojo in Kawasaki: Die En ryu 円流 gab sich die Ehre und besuchte unser Dojo um ein gemeinsames Kôryûkai 交流会 abzuhalten. Das Wort Kôryû 交流 bedeutet dabei „Austausch“ und kai 会 „Treffen“ oder „Zusammenkunft“. Masaki-sensei und einiger seiner Schüler kamen, um uns einen Einblick in ihre Schule zu geben. Gezeigt wurden verschiedene Teile des Curriculums, darunter Kama-jutsu, Jojutsu, Taijutsu, Iaijutsu und einige andere Dinge. Im Anschluss demonstrieren die Mitglieder des Sugino-Dojo einen Teil des Curriculums der Shinto ryû 神道流. Da bist zum anschließenden Essen noch etwas Zeit blieb, ging es dann ans fachsimpeln und ausprobieren: Techniken wurden gezeigt, erläutert und im freundlichen Austausch wurde über die Matte geworfen, die Luft geschnitten und viel gelacht und erfahren. Alle hatten sichtlich Spaß und die Mitglieder der En ryu waren sehr freundlich und zuvorkommend. Ja – ich muss wirklich sagen: Jujutsu gefällt mir wahrlich! Insbesondere auch deren Jojutsu war sehr beeindruckend. Masaki-sensei bot eine wirklich eindrucksvolle Vorstellung.

Die En ryu ist noch relativ jung. Leider habe ich nicht wirklich viele Informationen, aber sie basiert auf der Asayama Ichiden ryu sowie der Muhi ryu. Kein Wunder: hatte mich schon gefragt, woher ich manche Kamae und Techniken kannte. Daher war meine Überraschung umso größer als im nachfolgenden Gespräch dieses geklärt worden ist.
Die Schule ist beheimatet in der Präfektur Kanagawa und ist so gut wie unbekannt. Keine Informationen im Netz, nichts auf Youtube. Sehr charmant wie ich finde…

Nach getaner Arbeit ging es dann zum gemeinsamen Feiern in ein nahegelegenes Restaurant. Bei gutem Essen und gutem Sake wurde dieser wundervolle Tag gebührend zelebriert. Beide Schulen werden im kommenden Jahr ein großes Embu zusammen machen – darauf freue ich mich schon sehr. Dann gibt es vielleicht auch ein paar bewegte Bilder.
Alle waren so nett und zuvorkommend, richtig herzlich und freundschaftlich. So muss gute Kampfkunst aussehen: Schweißtreibend im Dojo, erfrischend danach. Keiko hört halt nicht an der Dojo-Tür auf…

Ich für meinen Teil hatte ungemein viel Spaß und habe viel gelernt. Und im Dezember werde ich mich im voller Länger von ihrem Training überzeugen können…

Yours in Budo,

Micha

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