Letzten Montag durfte ich in Vertretung für den Trainingsleiter die Unterrichtsstunde geben.

Kleine Gruppe, viel Kihon, Teile der Kata herausgepflückt, besprochen und versucht daraus schlauer zu werden.
Leider plagen mich in letzter Zeit Gedanken bezüglich eines meiner Mittrainierenden.

Er hat eine sehr fraglich Einstellung zum Leben und leidet unter seinem sozialen Umfeld, allen voran seiner Familie und der Arbeit. Die letzten Monate waren sehr hart für ihn, und obwohl ich seine Einstellung zum Leben nicht teile beschäftigt er mich trotzdem.

Das Dojo an sich ist mehr als nur ein Ort in dem sich Interssierte ihrer Kunst widmen. Es stellt eine Gemeinschaft dar, in dessen Mittelpunkt die Kampfkunst steht. Doch auch ausserhalb des eigentlichen Dojoleben sind die Ausübenden einander nicht fremd. Man unternimmt etwas zusammen, tauscht sich aus, ja, selbst bei Problemen wird sich geholfen.

Nun denke ich darüber nach wie ich ihm helfen kann. Ein Problemfall im Dojo betrifft alle, denn er zieht die allgemeine Moral herunter und schadet (wohl unwollend) dem Dojo.
Ich werde versuchen in den nächsten Wochen intensiver auf ihn einzugehen.

Es scheint, als wäre die Kampfkunst im Moment das einzige was er hat…

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