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Hallo,

am vor letzten Sonntag ging es mit Chris und Leo vom Dojo nach Amsterdam.

Grund hierfür war das 400 jährige Bestehen der kulturellen Beziehungen zwischen Japan und den Niederlanden.  Eine Delgation aus verschiedenen Lehrern für Kampfkunst mitsamt ihren Schülern wurde eingeflogen, um die japanische Kultur in den Niederlanden zu präsentieren.

Das Embu startete um 14 Uhr und endete kurz vor 17 Uhr. Im Anschluss hatten die Zuschauer die Möglichkeit aktiv in die Schulen reinzuschnuppen. Persönlich kann ich sagen, dass mein Ausflug in die Sumo-Landschaft nicht so erfolgreich verlaufen ist. Nichtsdestotrotz war es ein tolles Erlebnis! Und ich bin wirklich kurz davon zum Sumo-Fan zu avancieren. Desweiteren habe ich Jukendo ausprobiert und  einem niederländischen Kendoka das Fürchten gelehrt. Mein absolutes Highlight war aber das Üben einer Takenouchi ryu Kata. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich merkte, wie sehr ich doch noch gerne eine klassische Schule für Jujutsu lernen würden wollen. Zum Schluß gab es noch ein nettes, kleines Gespräch mit zwei Lehrern der Yagyu Shingan ryu. Wunderbar!

Fotos folgen auch noch!

Yours in Budo,

Micha

Sakurambo Iaido Taikai 1

Sakurambo Iaido Taikai 2

Don´t snap, don´t snap!

Nach dem Meifu Shinkage ryu Lehrgang im Februar mit Dani Esteban hatte ich mit dem Sôke der Schule, Ôtsuka-sensei, ein gemeinsames Training vereinbart. Am letzten Sonntag ging es nach Chiba-ken, ca. 1 Stunde östlich von Narita. Ort des ganzen war ein schickes Kyudojo. Neben Ôtsuka-sensei war einer seiner japanischen Schüler anwesend sowie ein Deutscher der in Japan lebt und arbeitet. Nach dem Mittag kam ein weiterer Schüler hinzu, wodurch die Gruppe sehr klein gehalten worden ist. Ôtsuka-sensei hat zwar bedauert das er mir nicht weitere seiner Schüler vorstellen konnte, hat aber zu

gleich angemerkt das im nächsten Frühjahr ein Gasshuku an jenem Ort abgehalten wird, welches, soweit mir möglich, ich mir nicht entgehen lassen sollte.

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Geübt wurde die Grundschule der Meifu Shinkage ryu, also das Werfen auf kurze Distanz sowie die richtige Wurftechnik. Nach knapp 2 1/2 Stunden wurde das Gebiet der Meifu Shinkage ryu verlassen und ein Blick über den Tellerrand riskiert. Shuriken anderer Schulen wurden genommen und versucht zu meistern. Besonders die Techniken der Negishi ryu und Chishin ryu hatten es mir angetan. Zwei Stunden vor Schluss gab es dann noch eine Einheit Kusari-jutsu, bei der alle 10 Kata der Grundschule geübt worden sind.

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Alles in allem war es ein sehr trainingsintensiver Tag der mir viel gebracht hat. Ich verstehe nun besser (wenn ich auch noch sehr am Anfang stehe) die Technik der Meifu Shinkage ryu und kann für mich sagen das ich sehr viel Spaß hatte und mit Herzblut bei der Sache bleiben werde. Ôtsuka-sensei ist ein wunderbarer, freundlicher und gütiger Mensch. Darüber hinaus hat er Humor und ein Gespür für den richtigen Weg. Ich habe mich gut mit ihm unterhaltenund viel von ihm gelernt.

Es wird mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch bei ihm gewesen sein.

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Hallo.

Am 26.06.09 ging es nach Murayama in der Präfektur Yamagata. Grund war der 4. Sakurambo Iaido Taikai zu Ehren des Begründers des Iai, Hayashisaki Jinsuke Shigenobu. Mit 8 Leuten aus dem Kazo Iaido Dojo sind wir also dorthin gefahren um viel zu trainieren, zu angeln, einfach Spaß zu haben und natürlich am Taikai teilzunehmen.

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Für mich lief der Taikai, wie erwartet, nicht so gut. Hab einfach zu lange kein Iai mehr gemacht. Aber: es war trotzdem eine tolle Erfahrung und ich habe einige wirklich sehr sehr gute Iaidoka gesehen. Besonders interessant fand ich auch die Demonstration der Muso Shinden ryu Kumitachi. Sieht man ja auch nicht alle Tage.

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Bevor es allerdings zum Taikai ging, wurde dem Iai Jinya noch ein Besuch abgestattet. Ein kleiner, aber feiner Schrein und dessen Besuch mir sehr gefallen hat. Neben der Schreinanlage hat sich ein Dojo der Muso ryu befunden, der Schule die Hayashisaki Jinsuke begründete.

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Neben dem Schrein gab es auch ein kleines Museum mit den typischen Inhalten: Fotos, Gemälde, alte Schriften. Dort gibt es auch ein Bild von Danzaki-sensei, einem bekannten Lehrer für Muso Shinden ryu. Nakamura-sensei, mein Lehrer, war Schüler von Danzaki-sensei. Dieser hat ein gutes Buch über die Schule geschrieben in dem nicht nur die kompletten Kata der Schule aufgelistet sind, sondern auch die Kumitachi udn Tsumei-iai Kata. Desweiteren hat er auch ein Buch über den Iai-Jinya geschrieben welches zum Teil auch die Geschichte der Shinmuso Hayashisaki ryu beinhaltet.

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Es war eine sehr schöne, wenn auch sehr anstrengende Reise. Und es war mit Sicherheit nicht die letzte zum Iai-Jinya und zum Sakurambo Taikai.

Yours in Budo,

Micha

Hallo,

auf www.aikido-zen-bremen.de gibt es Fotos vom Meifu-Shinkage ryu Seminar in Bremen.
Es war ein wirklich schönes Seminar und nochmals vielen Dank an Dani und Kim aus Barcelona.

Geübt wurden die Grundlagen des Shurikenjutsu sowie des Fundokusari-jutsu der MSR.

Es wird nicht die letzte Gelegenheit gewesen sein, MSR in Bremen etwas näher kennen lernen zu dürfen.

Yours in Budo,

Micha

Anlässlich des 20 jährigen Bestehens des Aikido-Zen-Bremen e.V. wurde am 01. November 2008 eine Budo-Gala ausgerichtet, bei der Vereine aus Bremen und Umzu ihre Interpretation der japanischen Kampfkünste darboten.

Gezeigt wurde:

  • Aikido – Aikido-Zen-Bremen e.V.
  • Muso Shinden ryu Iaido – Aikido-Zen-Bremen e.V.
  • Shotokan Karate und Okinawa Kobudo – Bremen 1860
  • Tenshin Shoden Katori Shinto ryu – Kenjutsu & Iaijutsu – Aikido-Zen-Bremen e.V.
  • Aikido – Die Bewegungsschule, Bremen
  • Muso Jikiden Eishin ryu Iaido – Bremen 1860
  • Kyudo – Kyudo Bremen
  • Ki-Aikido – Ki-Aikido, Bremen
  • Tenshin Shoden Katori Shinto ryu – Bojutsu & Naginatajutsu – Aiki-Kobudokai, Leer
  • Hozoin ryu Takada-ha Sojutsu – Alster-Dojo, Hambur

Abgerundet wurde das Programm durch zwei Vorträge zu budospezifischen Themen.

Der Bremer Lokalsender „CenterTV“ hat vor zwei Wochen einen Bericht über die Budo-Gala gesendet welcher auf der Homepage vom Aikido-Zen-Bremen herunter geladen werden kann. Hierzu der Verlinkung auf der linken Seite folgen und unter „Aikidi/Bilder+Videos“ das Video mit der rechten Maustaste abspeichern.

Fotos können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geliefert werden, dieses wird aber bei Gelegenheit nachgeholt.

Alles in allem war es ein wirklich sehr schöner Nachmittag der viele Einblicke in die Kampfkunstwelt in und um Bremen bot. Es gab sehr viel positives Feedback und es wird mit Sicherheit nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.

Persönlich möchte ich mich bei allen Teilnehmern noch einmal recht herzlich für ihr Mitwirken bedanken. Es hat eine Menge Spaß gemacht und ich hoffe auf eine Wiederholung mit euch auf der Matte.

Yours in Budo,

Micha

… mächtiger als das Schwert.

Blödsinn, wissen wir ja alle. Aber trotzdem sollte man die Feder nicht unterschätzen. Besonders als Gedächtnisstütze. Mein Tipp: macht euch Notizen vom Training! Obwohl ihr denkt alles aufgenommen zu haben, ist es besser sich ein kleines Heftchen in Reichweite zu legen um dann, wenn nötig, sich Details zur Kata aufzuschreiben, damit man diese nicht vergisst. Bei 3-4 Stunden Training kann es nicht schaden eine gewisse Hilfe zu haben. Wie so was aussehen kann seht ihr unten.

Letzten Montag durfte ich in Vertretung für den Trainingsleiter die Unterrichtsstunde geben.

Kleine Gruppe, viel Kihon, Teile der Kata herausgepflückt, besprochen und versucht daraus schlauer zu werden.
Leider plagen mich in letzter Zeit Gedanken bezüglich eines meiner Mittrainierenden.

Er hat eine sehr fraglich Einstellung zum Leben und leidet unter seinem sozialen Umfeld, allen voran seiner Familie und der Arbeit. Die letzten Monate waren sehr hart für ihn, und obwohl ich seine Einstellung zum Leben nicht teile beschäftigt er mich trotzdem.

Das Dojo an sich ist mehr als nur ein Ort in dem sich Interssierte ihrer Kunst widmen. Es stellt eine Gemeinschaft dar, in dessen Mittelpunkt die Kampfkunst steht. Doch auch ausserhalb des eigentlichen Dojoleben sind die Ausübenden einander nicht fremd. Man unternimmt etwas zusammen, tauscht sich aus, ja, selbst bei Problemen wird sich geholfen.

Nun denke ich darüber nach wie ich ihm helfen kann. Ein Problemfall im Dojo betrifft alle, denn er zieht die allgemeine Moral herunter und schadet (wohl unwollend) dem Dojo.
Ich werde versuchen in den nächsten Wochen intensiver auf ihn einzugehen.

Es scheint, als wäre die Kampfkunst im Moment das einzige was er hat…

Seid ihr schon einmal mit eurem Karate Sensei Abends unterwegs gewesen, durch diverse Bars gezogen und habt am Boden gelegen vor Lachen (und natürlich größtem Respekt!) wie er mit einem Mawashi Geri den Fahrstuhlknopf betätigt hat (und dass ihm besten Mannesalter von 79 Jahren)? Oder dass sich euer Sensei während des Training die Haare im Büro hat schneiden lassen und pünktlich zur nächsten Einheit mit topgestylter Frisur wieder auf der Matte stand?
Ja? Dann habt ihr diese Leute wohl verdammt gerne.
So geht es mir auch, so geht es vielen meiner Freunde die hier in Japan sich den Kampfkünsten widmen. Es sind die kleinen Dinge, die zwischenmenschlichen, die dass Training (und die Zeit danach) erst richtig schön werden lassen. Wenn euer Sensei euch abends auf dem Gasshuku beim gemütlichen beisammen sitzen sagt dass ihr mehr Alkohol trinken sollt damit euer Kenjutsu besser wird, könnte man vor Scham im Boden versinken oder diesen Herren einfach nur lieb haben.
Alte (oder besser gesagt: Männer im besten Alter) Japaner sind wirklich sehr entspannt und ausgelassen, zeigen aber auf der Matte was Sache ist und führen ihre Schüler dorthin wo sie hingehören: auf den richtigen Weg der Kampfkunst.

Meine Zeit hier in Japan ist fast vorüber doch wurde mir von der alten Generation sehr viel Freundlichkeit und ja, auch Zuneigung entgegengebracht. Die gemeinsamen Abende bei meinem Shakuhachi Sensei im Beisein einer guten Flasche Satsuma Shochu werde ich nie vergessen, genauso wenig mein kurzes Zusammentreffen mit einem Karate Sensei aus Okayama und natürlich meinem Sensei, der mich auf den richtigen Weg brachte und mir in vielerlei Hinsicht auch die Augen geöffnet hat.

An dieser Stelle möchte ich eigentlich nur eines sagen:

Danke, danke für alles.

Yours in Budo

Micha, nur ein kleiner Fisch im Wasser

"Wäre ich ein Tautropfen, so würde ich auf der Spitze eines Blattes Zuflucht suchen. Aber da ich ein Mensch bin, habe ich keinen Ort auf der ganzen Welt." - Saigo Takamori

 

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