Hallo,

im Februar findet ein Moto-ha yoshin ryu Seminar in Bremen statt. Neben der Moto-ha yoshin ryu werden auch Techniken der Mugai ryu Iaido gelehrt. Die Leitung des Seminars liegt bei Tim Weigel aus dem Yoshinkan Dojo in Itzehoe.

Hier ein paar Informationen, alles weitere findet sich in der Ausschreibung (siehe unten).

Allgemeines:

Die Moto-ha yôshin ryû ist ein Zweig der Schule Hontai yoshinryu
Takagi ryû Jûjutsu. Diese Stilrichtung wurde von einem Samurai mit
Namen Takagi Oriemon Shigetoshi (1635-1711) gegründet. Seit
dieser Zeit wird die Ryû in ungebrochenen Linie an Lehrern bis heute
weitergegeben. 1999 gründete Yasumoto Akiyoshi die Moto-ha
yôshin ryû als Zweigschule der Hontai yoshinryû Takagiryû. Das
Ausbildungssystem umfasst Jûjutsu, Bojutsu sowie Kenjutsu.
An diesem Wochenende werden wir uns mit dem Jûjutsu der
Moto-ha yôshin ryû befassen, dessen Grundprinzipien und uns
einen Überblick über das Curriculum der Schule verschaffen.
Darüber hinaus beschäftigen wir uns aber auch mit den Techniken
der Mugai ryû Iaidô, einer Schule die im 17. Jahrhundert begründet
worden ist und von Yasumoto Akiyoshi als Zusatztechnik zur
Moto-ha yôshin ryû unterrichtet wird.

Zeiten:

Samstag, 20.02.2010
10:00-13:00 Uhr
16:00-19:00 Uhr

Sonntag, 21.02.2010

10:00-13:00 Uhr

Ort:

Dojo des Aikido-Zen e.V., Grundstraße 10, 28203 Bremen
Parkplätze sind nur begrenzt vorhanden. Wenn möglich bitte
öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Kosten:

Ganzer Lehrgang = 30,00 € (ermäßigt 27,00 €)
Einzelne Einheit = 15,00 € (ermäßigt 13,00 €)

Die Ausschreibung kann auf der Seite des Aikido-Zen-Dojo e.V. herunter geladen werden.

www.aikido-zen-bremen.de

Es wäre schön einige Leser zum Seminar begrüßen zu dürfen.

Yours in Budo,

Micha

Ein junger Mann wird als Schüler der Schwertkunst akzeptiert.

Am ersten Tag sagt der Meister  folgendes zu ihm: „Jedesmal wenn du kiri oroshi machst, stell dir einen Ball vor. Dieser Ball ist dein Ego. Schneide ihn in zwei Hälften. Beim nächsten Schnitt wiederholst du dieses, immer und immer wieder, bis du dein Ego davon geschnitten hast.“

Der Schüler folgt den Worten des Meister, Tag für Tag, Jahr für Jahr, jedesmal mit dem Ball vor seinem Auge, welchen er mit seinem Schwert schneidet.

Nach vielen Jahr erkannte der Schüler, dass kein Ego mehr übrig geblieben ist, welches es zu schneiden gibt…

und keinen Grund mehr zum trainieren…

und so gibt er das Schwert auf..

und trinkt erstmal einen.

Für Sempai 剣酒一

Hallo.

Am letzten Wochenende, dem 12. und 13. Dezember 2009, fand ein Lehrgang der Hyoho Niten Ichi ryu in Groningen statt. Zu dritt ging es Samstag Mittag Richtung Niederlanden um am Lehrgang teilnehmen zu können.

Der Lehrgang ging insgesamt über 6 Stunden, an beiden Tagen jeweils eine Einheit à 3h. Die Gruppe war überschaubar und gemischt mit Anfängern und Fortgeschrittenen. Die Organisatoren waren sehr nett und die Stimmung war durchweg sehr gut. Geübt wurden die Grundtechniken der Niten Ichi ryu, also das richtige Gehen, das Schneiden und die diversen Grundkamae sowie einige Kata der Itto-seiho, der Langschwerttechniken.

Alles in allem war es ein wunderbarer Lehrgang mit vielen Einblicken in diese sehr interessante Schule. Sie ist direkt, intensiv, mit vielen interessanten Ansätzen und einer tollen Technik.
Nochmals vielen Dank für diesen tollen Lehrgang!

Und zum Schluß, ein Foto:

Yours in  Budo,

Micha

Hier ein paar Fotos aus Amsterdam.

Hallo,

am vor letzten Sonntag ging es mit Chris und Leo vom Dojo nach Amsterdam.

Grund hierfür war das 400 jährige Bestehen der kulturellen Beziehungen zwischen Japan und den Niederlanden.  Eine Delgation aus verschiedenen Lehrern für Kampfkunst mitsamt ihren Schülern wurde eingeflogen, um die japanische Kultur in den Niederlanden zu präsentieren.

Das Embu startete um 14 Uhr und endete kurz vor 17 Uhr. Im Anschluss hatten die Zuschauer die Möglichkeit aktiv in die Schulen reinzuschnuppen. Persönlich kann ich sagen, dass mein Ausflug in die Sumo-Landschaft nicht so erfolgreich verlaufen ist. Nichtsdestotrotz war es ein tolles Erlebnis! Und ich bin wirklich kurz davon zum Sumo-Fan zu avancieren. Desweiteren habe ich Jukendo ausprobiert und  einem niederländischen Kendoka das Fürchten gelehrt. Mein absolutes Highlight war aber das Üben einer Takenouchi ryu Kata. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich merkte, wie sehr ich doch noch gerne eine klassische Schule für Jujutsu lernen würden wollen. Zum Schluß gab es noch ein nettes, kleines Gespräch mit zwei Lehrern der Yagyu Shingan ryu. Wunderbar!

Fotos folgen auch noch!

Yours in Budo,

Micha

Hallo.

Hier mal eine kleine Umfrage.

Mich interessiert, welcher Richtung die Leser dieses Blogs angehören. Der des Gendai-Budo oder der des Koryu-Bujutsu.

Ich bitte um rege Teilnahme!

Yours in Budo,

Micha

Das Internet ist voll von Foren, die sich mehr oder minder seriös mit dem Thema Budo und dergleichen auseinander setzen. Ein Thema welches irgendwie immer und überall aufgewärmt wird, betrifft die so-genannten “Fake ryu”, erfundene Schulen für Kampfkunst , denen man eine scheinbar legitime Geschichte hinterlegt hat, um so möglichst viele Schüler in die Dojo zu locken. Bisher war es immer üblich, nur ausser-japanische Dojo und Schulen ins Visier zu nehmen, auf martialartsplanet.com wurde jetzt aber auch einmal eine japanische Schule ins Kreuzfeuer genommen. Bei der besagten Schule handelt es sich um die Tenshinsho Jigen ryu. Ausschlaggebend war die Frage, ob man Fake ryu von “richtigen” Schulen unterscheiden könne.

Zunächst aber hier der Link zum entsprechenden Thema:

http://www.martialartsplanet.com/forums/showthread.php?t=89693

Im betreffenen Forum lässt sich der User iB1337 sehr negativ über die oben genannte Schule aus. Zunächst ist er überaus respektlos und wie sich später heraus stellt auch etwas fehlgeleitet. Aber dazu später mehr. Jedenfalls schaltet sich irgendwann ein Japaner ein, der Mitglied der Tenshinsho Jigen ryu ist. Es entbrennt eine sehr interessante Diskussion über die Legitimität der Schule und deren Geschichte. Irgendwann geht das Ganze auf die sozio-budo-gesellschaftliche Ebene und Dinge wie Respekt, Höflichkeit, usw. kommen zur Sprache. Der Japaner nutzt geschickt sein Wissen um den User iB1337 gehörig die Ohren zu waschen. Besonders Seite 3 liesst sich köstlich! Als auch noch das Dojo von Kuroda sensei und seine Dojo-Regeln ins Gespräch kommen, wird es böse, bitter böse. iB1337 ist irgendwann so klein geworden, dass er doch tatsächlich den Japaner mit “Sensei” anspricht und kleinlaut zugibt, welch Fehler er begangen hat. Aber lest selbst.

Jedenfalls ist dieses wieder ein typisches Beispiel für Überheblichkeit in den Kampfkünsten. Von Leuten die, so wie der User iB1337, in Japan Koryu studieren, sollte man ein wenig mehr Zurückhaltung erwarten, besonders wenn es sich bewahrheiten würde, dass er Schüler von Kuroda sensei sein sollte. Dessen Regeln besagen u.a. folgendes:

5.他流儀、他武道の批判をしないこと。

6. Please refrain from making negative comments in reference to other forms or styles of BUDO.

Tja, Regeln gebrochen, Leben verwirkt.

Koryu in Japan studieren zu dürfen, bedeutet nicht nur, dass man eine Menge Glück hatte, sondern auch gewissen Regeln unterstellt ist und man darüber hinaus auch ein hohes Maß an Verantwortung übernehmen muss. Man wird in eine Gesellschaft aufgenommen in der man sich bewähren muss. Ob Ausländer oder Japaner, jeder muss seinen Platz in dieser Gesellschaft finden. Unterschiede werden nicht gemacht. Jeder ist gleich. Dinge wie Höflichkeit, Demut, Dankbarkeit oder Aufrichtigkeit sind nicht nur lose Worte, sie sind essentieller Bestandteil des Budo-Konstrukts. Erkennt man dieses nicht, erkennt man auch nicht was wirklich hinter der Technik steckt. iB1337 hat, ob Schüler von Kuroda sensei oder nicht, einen schweren Fehler begangen, indem er über andere geurteilt hat ohne direkt die Schule zu kennen bzw. in sie involviert zu sein. Kurz gesagt: warum sollte man geistige Kraft aufwenden um andere Leute zu diffamieren? Jeder ist sein eigen Glückes Schmied. Die Überheblichkeit, die der User iB1337 an den Tag gelegt hat, war der falsche Weg. Da half es am Ende auch nicht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Die Worte wurden geschrieben, alles wurde gesagt. Darum ist es auch nicht verwerflich, wenn das japanische Mitglied der Tenshinsho Jigen ryu die Sache ein wenig persönlicher nimmt und versucht, in diesem Sinne einiges richtig zu stellen, ohne Rücksicht auf die Gefühlslage des Gegenüber. Einfach mal öfters nachdenken, bevor man seine Meinung ins Internet stellt. In den meisten Fällen lohnt sich die geschriebene Arbeit garnicht.

Der Aufwand dafür ist viel zu groß.

Ich für meinen Teil gehe lieber trainieren.

Yours in Budo,

Micha

Hallo,

was sehe ich: die 3000er Marke wurde geknackt.

Vielen Dank für alle die sich für meinen kleinen Blog interessieren. Lasst doch mal ein Kommentar da. Würde mich freuen :-)

Yours in Budo,

Micha

Hallo,

heute bekam ich ein neues “Spielzeug”.

Ein Bekannter von einem guten Freund hat mir zwei Shuriken gefertigt:

BoShuriken

14.2cm Länge, 8mm Durchmesser. Gutes, etwas schweres Gewicht, aber sehr gut ausbalanciert.

Wurfbar nach Negishi-ryu und Meifu-Shinkage ryu waza. Gute Flugeigenschaften und dazu ebenfalls gute Durchschlagskraft.

Ist wirklich bösartig: aus knapp 3m Entfernung sind die Shuriken etwas mehr als 4cm in die Matte eingedrungen. Wirklich bösartig, aber äußerst effektiv.

In diesem Sinne,

yours in Budo.

Micha

ps: wer Interesse an diese Art von Shuriken hat, soll mich bitte direkt kontaktieren.

Durch Zufall bin ich auf E-Budo auf diese beiden interessanten Videos gestoßen.

Dabei handelt es sich um die Chikubujima ryu. Falls jemand mehr Informationen haben möchte (und dem Japanischen mächtig ist), dem lege ich diese Seite ans Herz: http://www3.ocn.ne.jp/~bojutsu/

Yours in budo,

Micha

"Wäre ich ein Tautropfen, so würde ich auf der Spitze eines Blattes Zuflucht suchen. Aber da ich ein Mensch bin, habe ich keinen Ort auf der ganzen Welt." - Saigo Takamori

 

Februar 2010
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